Sieben Schutzgebiete auf einer Fläche von 24.000 Hektar bilden den Naturpark Kaunergrat. Zu ihnen gehören die ausgedehnten Moore am Piller Sattel, die Trockenrasen, die die Landschaft des Oberinntals prägen, und die Bergwiesen, die als Kulturland selten geworden sind. Ihnen und ihren Bewohner:innen ist diese Ausstellung gewidmet.
Wasser und Land zugleich
Die immer nassen Moore bieten nur solchen Arten Raum zum Leben, die an diese extreme Umgebung angepasst sind. Die Menschen nahmen Moore lange als gefährliche, geheimnisvolle Orte wahr, die es trockenzulegen und anders nutzbar zu machen galt. Erst heute weiß man um die große Bedeutung der Moore für den Klima- und Artenschutz und kümmert sich um ihren Erhalt.
Artenreichtum auf sonnigen Hängen
Viel Sonne, wenig Wasser, kaum Nährstoffe: Trockenrasen sind karg und doch ein wichtiger Lebensraum. Seit Jahrtausenden werden sie als Weideland genützt und gepflegt. Im so entstandenen Offenland ist der Artenreichtum unvergleichlich groß. Die Vielfalt zu bewahren, darauf zielt der Schutz der Trockenrasen ab.
Bunt und lebendig
Bergwiesen sind wertvolles Kulturland, hervorgegangen aus der kleinbäuerlichen Bewirtschaftung. Einmal pro Jahr von Hand gemäht, bunt und summend von Insekten, gehören sie zu den prägenden und besonders schützenswerten Lebensräumen im Naturpark Kaunergrat.