An manchen Stellen im Moor schillert die Wasseroberfläche in allen Farben. Hier treibt kein Ölfilm, sondern Schwimmeisen. Diese sehr dünne Schicht besteht aus Eisenoxid und anderen mineralischen Verbindungen. Sie bildet sich in natürlichen Stoffkreisläufen. Verantwortlich dafür sind Bakterien, die Eisen oxidieren und daraus für sich Energie gewinnen.
1 – Klares Wasser
Schwimmeisen bildet sich auf klaren, eisenhaltigen Gewässern.
2 – Schwimmeisen oder Ölfilm?
Schwimmeisen ist für Menschen ungefährlich. Um es von Öl zu unterscheiden, taucht man einen Stock ins Wasser. Im Schwimmeisen bleibt die entstehende Lücke bestehen, im Ölfilm schließt sie sich wieder.
3 – Schillernde Farben
Die dünne Schicht schillert wie ein Regenbogen. Eisenoxid steuert die rötliche Farbe bei.
4 – Ideale Bedingungen im Moor
Ein neutraler pH-Wert von 7 – weder sauer noch basisch – und ein geringer Sauerstoffgehalt sind für die Bildung von Schwimmeisen ideal. Am besten arbeiten eisenoxidierende Bakterien bei einer Wassertemperatur von 30 ° Celsius.
5 – Gelbbraune Stränge
Beim Abbau von Eisenverbindungen bilden eisenoxidierende Bakterien gelbbraune Stränge, die sehr auffällig sind. Auf dem Grund von eisenhaltigen Gewässern sind sie als ockerfarbiger Schleim zu erkennen.
Eisenoxid verleiht Moortümpeln und kleinen Rinnsalen eine rostrote Farbe. Der Name Rotmoos für eine Moorlandschaft geht darauf zurück.