Über Jahrzehnte legten Menschen auf der ganzen Welt Moore trocken. Sie zogen Gräben, um das Wasser abzuleiten. So gewannen sie Acker- und Bauland. Das Torf aus dem Moor diente zum Heizen, als Einstreu im Stall oder als Pflanzerde im Garten.
In Österreich verschwanden 90 Prozent aller Moore. Ihre Entwässerung sollte nach dem Zweiten Weltkrieg landwirtschaftftliche Flächen schaffen, man sprach von einem „zehnten Bundesland“.
Im Piller Moor begann der Torfabbau 1949. Etwa zehn Männer arbeiteten zum Teil im Akkord, stachen Torf ab, trockneten und zerkleinerten es. Seit einem Brand des Presswerks 1971 ist der Torfstich stillgelegt. Bereits ein Jahr zuvor wurden die noch intakt gebliebenen Bereiche des Latschen- Hochmoors zum Naturdenkmal erklärt.