In der Parfümerie der Natur duftet es, riecht es ganz zart oder intensiv. Und es kann auch bestialisch stinken. Blüten ahmen den Geruch von Insekten nach, um für sie anziehend zu sein. Kaum sind sie aufgeblüht, verströmen die Blütenblätter den Duft ätherischer Öle – ein unwiderstehlicher Mix, der schon in kleinsten Mengen wirkt. Um eine Biene anzulocken, reicht schon ein Milligramm Rosenduft in 10.000 m³ Luft.
Bei bestimmten Arten reagieren männliche Tiere auf andere Gerüche als weibliche. Doch der Klimawandel erschwert die Beziehung zwischen Blüte und Insekt: Bei höheren Temperaturen verlieren Blütenpflanzen ihren Duft und damit für Insekten ihren Reiz.
Um Blumendüfte für Parfüms zu nutzen, entzog man den Blütenblättern mit Fett ihre ätherischen Öle und löste diese dann in Alkohol. Die aufwendige Methode der „Enfleurage“ wurde inzwischen von einfacheren Verfahren abgelöst.