Die Bergwiesen stammen aus einer Zeit, als die meisten Menschen hier von der Landwirtschaftft lebten. Einmal im Jahr mähten die Bergbauern und -bäuerinnen die hoch gelegenen Hänge, entfernten Steine und Büsche. Mit dem Heu fütterten sie im Winter ihr Vieh.
Diese Form der Landwirtschaftft nennt man extensiv – im Gegensatz zur intensiven, bei der Wiesen gedüngt und mehrfach im Jahr gemäht werden. Extensive Nutzung bewirkt, dass auf den nährstoffarmen Böden viele seltene Arten wachsen: Gräser, Kräuter und Blumen, darunter sogar Orchideen. Die bunten Pflanzen locken eine Vielzahl von Insekten an. Hummeln, Wildbienen, Käfer und Schwebfliegen finden hier Nahrung und bestäuben die Blüten.
Nach wie vor mähen die Menschen im Naturpark Kaunergrat die Wiesen am Hang. Ihre Arbeit erhält die vielfältige Flora und Fauna der Bergwiesen.