Der Pollen ist für Bienen die einzige Proteinquelle, um ihre Brut zu ernähren. Wildbienen verfüttern ihn direkt an ihren Nachwuchs. Honigbienen servieren ihn zuerst ihrer Königin. Erst der Futtersaft, den diese daraus erzeugt, landet auf dem Menüplan der Brut. Seiner königlichen Herkunft verdankt der edle Stoff auch seinen Namen: Gelée Royal.
Um den Pollen zu konservieren, kauen Bienen ihn durch und fügen dabei Enzyme hinzu. Das setzt eine Milchsäuregärung in Gang, die der von Sauerteig ähnelt: Aus dem Pollen entsteht das „Bienenbrot“, von Imkern auch „Perga“ genannt. Von den Bienen mit einer dünnen Schicht Propolis überzogen und in speziellen Waben verstaut, hält es mehrere Monate.
Pollen ist der wissenschaftliche Name für den Blütenstaub. Er wird von der männlichen Blüte gebildet und gelangt mit dem Wind oder mit Insekten zu anderen Blüten derselben Art. Verbindet er sich dort mit einer weiblichen Eizelle im Fruchtknoten, entsteht ein Samen. Aus diesem kann eine neue Pflanze wachsen.
Der meist gelbe Pollen besteht aus vielen einzelnen Pollenkörnen. Diese sind nur 10 bis 100 Mikrometer groß und haben je nach Art und Gattung andere, charakteristische Formen. Aus Pollen, der in Mooren oder in den Ablagerungen von Seen oft Tausende Jahre überdauert, können Biolog:innen und Geolog:innen daher auf das frühere Klima einer Region und die dort wachsenden Pflanzen schließen.
Von den rund 3.000 Pflanzenarten, die in Österreich wachsen, sind nur etwa 20 für Allergiker:innen von Bedeutung. Rund 1,5 Millionen Menschen sind davon betroffen. 70 bis 80 Prozent von ihnen reagieren auf Gräserpollen. Doch auch Birken-, Hasel- und Eschenpollen lösen immer häufiger Allergien aus
* lösen Allergien aus