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Wildbienen

Wildbienen

700 Bienenarten leben in Österreich: Die bekannteste ist die westliche Honigbiene (Apis mellifera), die vom Menschen weitergezüchtet wurde und als einzige Honig und Wachs liefert. Alle anderen sind Wildbienen. Diese Arten leben alleine oder in kleinen Gruppen. Sie bauen keine Waben, sondern legen ihre Eier in Pflanzenstängeln, in Sand- oder Erdlöchern ab. Ihre gro.e Vielfalt ist ihre St.rke. In unterschiedlichsten Lebensr.umen best.uben sie viele, auch seltene Pflanzen.

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Masken- und Seidenbienen
Familie: Colletidae

Maskenbienen leben an Waldrändern, in Sand- und Lehmgruben. Sie sind sogar über der Baumgrenze zu finden. Seidenbienen siedeln sich an Mauern und Steilwänden an. Als Bestäuber sind die meisten von ihnen auf einzelne Pflanzen spezialisiert.

Frühlings-Seidenbiene
Colletes cunicularius

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Sandbienen
Familie: Andrenidae

Rund 1.500 Sandbienenarten gibt es, 170 allein in Mitteleuropa. Sie leben meist einzeln in Magerrasen und Brachland und legen Nester in der Erde an.

Weiden-Sandbiene
Andrena vaga

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Furchen- und Schmalbienen
Familie: Halictidae

Furchen- und Schmalbienen finden sich in sehr vielen Varianten: klein und gro., einzeln lebend oder mit anderen zusammen, bei Tag oder bei Nacht fliegend. Ihre Nester bauen sie jedoch fast alle im Boden oder in abgestorbenen Baumstämmen.

Gelbbindige Furchenbiene
Halictus scabiosae

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Mauer- und Scherenbienen
Familie: Megachilidae

Mauerbienen nisten in Sand, in Pflanzenstängeln oder in Schneckenhäusern, Scherenbienen in totem Holz oder hohlen Stängeln. Zum Nestbau sammeln die einen Sand und Stücke von Blättern, die anderen Lehm.

Gehörnte Mauerbiene
Osmia cornuta

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Woll- und Harzbienen
Familie: Megachilidae

Woll- und Harzbienen verwenden Pflanzenhaare bzw. Harz zum Nestbau. Durch ihre auffällige gelbe oder weiße Zeichnung am Hinterleib erinnern sie an Wespen.

Große Harzbiene
Trachusa byssina

Gefährdung und Schutz

Wildbienen sind zunehmend bedroht. Intensive Landwirtschaft, Bodenversiegelung, Straßenbau und Umweltgifte führen dazu, dass sie immer weniger Nahrung finden. Die industrielle Imkerei mit vielen großen Bienenvölkern verschärft die Lage. Denn Honigbienen nutzen nicht nur dieselben Nahrungsquellen wie Wildbienen, sie schleppen auch Parasiten und Krankheiten ein.

Der Naturpark Kaunergrat und die Imkervereine der Region gehen andere Wege. Sie setzen auf die Imkerei mit der Dunklen Biene, einer traditionellen Rasse, die an den Standort angepasst ist. Somit sind Wildbienen weniger gefährdet. Zus.tzlich erhalten sie Schutz durch Imker:innen, die zu Wildbienenbotschafter:innen ausgebildet sind.