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Ameisenlöwe, Ameisenjungfer

Ameisenlöwe, Ameisenjungfer
Myrmeleon formicarius

Kleine Trichter im Sand werden Ameisen und anderen Insekten zum Verhängnis. Denn auf ihrem Grund wartet der Ameisenlöwe darauf, dass sie an den steilen Wänden abrutschen und ihm vor die Zangen purzeln. Der Ameisenlöwe packt seine Opfer, beißt sie und tötet sie mit einem Gift, das ihr Inneres auflöst. Er saugt die Insekten aus und wirft die leere Hülle aus dem Trichter. Nach der Verpuppung wird aus dem Ameisenlöwen die Ameisenjungfer. Sie gleicht einer Libelle, ist jedoch mit den Florfliegen verwandt und kann nicht gut fliegen. Ihr kurzes Leben verbringt sie nicht weit vom Lebensraum der Larven entfernt.

Mit zwei Zangen hält der Ameisenlöwe seine Beute fest, bevor er zubeißt.

Der Körper ist dicht mit Borsten besetzt.

Der Ameisenlöwe geht im Rückwärtsgang und bohrt sich mit dem Hinterleib in den Sand.

Von Kopf bis Rumpf misst der Ameisenlöwe ca. 1,7 cm.

Trichter

Der 1,7 cm große Ameisenlöwe legt runde Fallen mit 5 cm Durchmesser an. An den steilen Wänden dieser Trichter können Ameisen und andere Beutetiere nicht mehr hinaufklettern.

Kokon

In ihrem zweijährigen Dasein häutet sich die Larve zwei Mal, dann spinnt sie sich in einen Kokon ein. Aus diesem schlüpft die Ameisenjungfer.

Ameisenjungfer

Das erwachsene Insekt hat durchsichtige Flügel mit einer Spannweite von 7 bis 8 cm. Es lebt in Büschen und auf Pflanzenstängeln und jagt in der Dämmerung kleine Insekten.

Familie

Myrmeleontidae, Ameisenjungfern

Gattung

Myrmeleon

Verbreitung

Ameisenjungfern kommen auf allen Kontinenten außer in der Antarktis vor. Sie mögen trockene, sonnige Standorte. Ihre Larven, die Ameisenlöwen, leben auf sandigem Untergrund an regengeschützten Stellen.

Gefährdung und Schutz

In Österreich sind Ameisenjungfern nicht gefährdet und kommen häufig vor. Natürliche Feinde sind Schlupfwespen und andere räuberische Insekten.

Fakt

Die Larve hat keine Darmöffnung. Erst die Ameisenjungfer scheidet den Kot aus, kurz bevor sie schlüpft.