Kleine Trichter im Sand werden Ameisen und anderen Insekten zum Verhängnis. Denn auf ihrem Grund wartet der Ameisenlöwe darauf, dass sie an den steilen Wänden abrutschen und ihm vor die Zangen purzeln. Der Ameisenlöwe packt seine Opfer, beißt sie und tötet sie mit einem Gift, das ihr Inneres auflöst. Er saugt die Insekten aus und wirft die leere Hülle aus dem Trichter. Nach der Verpuppung wird aus dem Ameisenlöwen die Ameisenjungfer. Sie gleicht einer Libelle, ist jedoch mit den Florfliegen verwandt und kann nicht gut fliegen. Ihr kurzes Leben verbringt sie nicht weit vom Lebensraum der Larven entfernt.
1 – Zangen
Mit zwei Zangen hält der Ameisenlöwe seine Beute fest, bevor er zubeißt.
2 – Borsten
Der Körper ist dicht mit Borsten besetzt.
3 – Hinterleib
Der Ameisenlöwe geht im Rückwärtsgang und bohrt sich mit dem Hinterleib in den Sand.
4 – Wahre Größe
Von Kopf bis Rumpf misst der Ameisenlöwe ca. 1,7 cm.
Myrmeleontidae, Ameisenjungfern
Myrmeleon
Ameisenjungfern kommen auf allen Kontinenten außer in der Antarktis vor. Sie mögen trockene, sonnige Standorte. Ihre Larven, die Ameisenlöwen, leben auf sandigem Untergrund an regengeschützten Stellen.
In Österreich sind Ameisenjungfern nicht gefährdet und kommen häufig vor. Natürliche Feinde sind Schlupfwespen und andere räuberische Insekten.