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Mordbuben

Mordbuben, Giftmischerinnen und andere Killer

Nicht Nektar und Pollen, sondern andere Insekten stehen auf dem Speisezettel einiger Wanzen-, Wespen-, Käfer- oder Ameisenarten. Die Mitglieder dieser Mörderbande bedienen sich unterschiedlicher Methoden: Sie töten und fressen ihre Opfer selbst oder lähmen sie und legen sie ihren Nachkommen als Vorrat in die Brutkammer.

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Vorratswirtschafter. Bienenwolf

Der Bienenwolf (Philanthus triangulum) hat es auf Honigbienen abgesehen. Die Grabwespe lähmt ihr Opfer mit einem Stich in die Brust, presst den Nektar aus der Beute und leckt ihn ab. Ihr Speichel macht die noch lebenden Bienen bis zu zwei Wochen haltbar. Sechs davon legt das Bienenwolfweibchen pro Brutzelle und Ei ab und schützt alles mit einem Drüsensekret vor Pilzen und Bakterien.

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Spießgeselle. Rote Mordwanze

Die Rote Mordwanze (Rhynocoris iracundus) spießt ihre Beute mit ihrem Stechrüssel auf. Dann flößt sie ihr ein lähmendes Gift ein und saugt sie aus. Übrig bleibt nur der Insektenpanzer (Chitinhülle).

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Räuber. Behaarter Kurzflügler

Der Behaarte Kurzflügler (Emus hirtus) geht im Dung auf die Jagd nach Fliegen und deren Larven. Seine wasserabweisende Behaarung bewahrt den Käfer davor, dass seine Beine und Sinneszellen durch den frischen Dung verkleben.

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Würgerin. Myrmoxenus stumperi

Ameisen der Art Myrmoxenus stumperi gehen auf Sklavenraubzüge, wenn sie neue Kolonien gründen. Trickreich gelangt ihre begattete Königin in ein fremdes Ameisennest: Sie versteckt sich, stellt sich tot oder „betrillert“ (bearbeitet) die Wirtsameisen mit ihren Fühlern. Dann tötet sie die Ameisenköniginnen, indem sie sie wie ein Ringer auf den Rücken wirft und über mehrere Tage würgt. Schließlich lässt sie ihre eigene Brut von den Wirtsameisen aufziehen.