Selbst in der Sommerhitze bewahren Schmetterlinge einen kühlen Kopf – oder besser: kühle Flügel. Um ihre Temperatur zu regulieren, bedienen sie sich ausgeklügelter Techniken.
So funktioniert’s: Wird es Schmetterlingen zu heiß, dann weichen sie zuerst dem Licht aus. Der Zipfelfalter legt, wenn ein Punkt überhitzt, die Flügel aneinander, um die Temperatur auf einer größeren Fläch zu verteilen. Zudem pumpt er Flüssigkeit durch die Flügeladern und leitet Hitze über eine speziell ausgeformte Flügelschuppe ab. Der Kohlweißling hat eine andere Methode: Seine Oberflächenstrukturen reflektieren das gesamte Lichtspektrum und halten ihm damit die Hitze vom Leib.
→ Oberflächenstrukturen, die denen der Kohlweißlinge ähneln, könnten in Zukunft Fassaden vor Überhitzung schützen. Auch Kühlsysteme, die auf Licht reagieren, sind Gegenstand der Forschung.