Die Arktische Smaragdlibelle lebt in Mitteleuropa oft im Schwingrasen, einer auf dem Wasser treibenden Pflanzendecke im Moor. In kleinen Wasserstellen zwischen den Torfmoospolstern wachsen die Libellenlarven heran. Ihre Entwicklung dauert zwei bis drei Jahre, erst dann verwandeln sie sich in Libellen. Statt im Wasser leben sie nun in der Luft und auf dem Boden. Da jeweils nur wenige Exemplare der Arktischen Smaragdlibelle an einem Ort zu finden sind, werden sie leicht übersehen.
1 – Beine mit Fangkorb
Mit ihren sechs Beinen formen Libellen einen Fangkorb und umschließen Beutetiere im Flug.
2 – Flügel
Libellen fliegen schnell und sind ausgezeichnete Jäger. Dazu nützen sie ihre vier kräftigen Flügel, die sie mit starken Muskeln in der Brust bewegen.
3 – Facettenaugen
Libellen sehen mit Facettenaugen, die aus bis zu 50.000 Einzelaugen bestehen. Damit nehmen sie 300 Bilder pro Sekunde wahr – sechs Mal so viele wie wir Menschen – und können in der Luft blitzschnell reagieren.
4 – Anhänge am Hinterleib
Mit den Zangen am Hinterleib hält das Männchen während der Paarung das Weibchen fest. Die Form der Zangen ist bei jeder Art anders. Darum können Männchen nur bei Weibchen derselben Art andocken
5 – Wahre Größe
Die Arktische Smaragdlibelle ist 7 cm lang.
Corduliidae, Falkenlibellen
Cordulia, Falkenlibellen
Die Verbreitung der Arktischen Smaragdlibelle ist stark an intakte Moore gebunden.
Die Arktische Smaragdlibelle verweilt meist in Gebieten auf 650 bis 950 und auf 1.350 bis 1.850 Meter Meereshöhe.
50 km/h
Libellen bewegen sich mühelos in alle Richtungen, ja, sie können sogar in der Luft stehen wie ein Hubschrauber. Dazu kommt eine erstaunliche Schnelligkeit. Libellen erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h, mehr als die meisten anderen Insekten.
Die Arktische Smaragdlibelle ist eine nordische Art, die von Schottland bis Ostsibirien auftritt. In Mitteleuropa lebt sie in den Alpen und im Alpenvorland. In Tirol wurde sie an 27 Orten nachgewiesen.
Die Arktische Smaragdlibelle wird in Österreich auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als stark gefährdet geführt