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Kleiner Wasserschlauch

Kleiner Wasserschlauch
Utricularia minor

Der Kleine Wasserschlauch lebt untergetaucht in den wassergefüllten Gräben der Moore. Er hat feine Blätter und im Sommer kleine gelbe Blüten, die über die Wasseroberfläche ragen. Doch sein zartes Äußeres täuscht. Der Kleine Wasserschlauch ist eine fleischfressende Pflanze mit effizienten Fangblasen. Er saugt damit Kleinkrebse, Insektenlarven oder Rädertiere, die ihm zu nahe kommen, blitzschnell ein.

Die Blätter des Kleinen Wasserschlauchs sind stark geteilt. Ihre Oberfläche ist dadurch größer, die Nährstoffaufnahme und der Austausch von Kohlendioxid und Sauerstoff gelingen leichter.

Der Kleine Wasserschlauch bildet keine Wurzeln aus. Zur Verankerung nützt er Schlammsprossen. Nährstoffe bekommt er über die Fangblasen.

An den Blattzipfeln sitzen jeweils zwei bis zehn Fangblasen. Sie dienen zum Einsaugen und Verdauen der Beutetiere.

Das Knäuel des Kleinen Wasserschlauchs hat einen Durchmesser von 10 cm.

Familie

Lentibulariaceae, Wasserschlauchgewächse

Gattung

Utricularia, Wasserschlauch

Verbreitung

Der Kleine Wasserschlauch wächst in den subarktischen und gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, vor allem in Europa. In Österreich findet er sich in intakten Hochmooren, hauptsächlich im alpinen Raum.

Gefährdung und Schutz

Mit seinen Lebensräumen verschwindet auch der Kleine Wasserschlauch. Menschliche Eingriffe wie die Entwässerung von Mooren stellen eine Bedrohung dar. Die Pflanze und ihre seltenen bis sehr seltenen Lebensräume sind in der Tiroler Naturschutzverordnung 2006 geschützt.

Beschleunigung im Vergleich:
Vom freien Fall bis zu den Fangblasen des Kleinen Wasserschlauchs

1g

1g oder 9,81 m/s² entspricht der Erdbeschleunigung. Sie wirkt auf einen Gegenstand im freien Fall ohne Luftwiderstand nahe der Erdoberfläche. Damit wird eine Geschwindigkeit von 100 km/h in 2,83 Sekunden erreicht.

2,9g

Beschleunigungsrekord von 0 auf 100 km/h für Elektroautos

4,1g

Maximale Beschleunigung einer Achterbahn, am Beispiel der „Silver Star“ im Europa-Park in Rust

180g

Höchste gemessene Beschleunigung, die ein Mensch, der Rennfahrer David Purley, 1977, überlebte.

300g

Maximale Zentrifugalbeschleunigung von Waschmaschinen im Schleudergang

600g

Die Beschleunigung der Saugfalle des Wasserschlauchs bricht alle Rekorde und kann nur durch Hochgeschwindigkeitskameras sichtbar gemacht werden.