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Heuschrecken

Heuschrecken
Orthoptera

Die Ordnung der Heuschrecken teilt sich in Lang- und Kurzfühlerschrecken. Die einen haben lange Fühler und Hinterbeine, sind nachtaktiv und fressen pflanzliche und tierische Nahrung. Die anderen haben kurze, dicke Fühler, sind tagaktiv und ernähren sich vegetarisch. Sie sind weit verbreitet, dabei aber eigenwillig in der Wahl ihrer Standorte: Heuschrecken bewohnen viele verschiedene Lebensräume vom Tal bis an den Rand der Gletscher. Da Heuschrecken schon auf kleine Veränderungen sensibel reagieren, zeigt ihr Vorhandensein oder Fehlen an, wie es um den Ort steht.

Große Höckerschrecke
Arcyptera fusca

Die Große Höckerschrecke ist eine Kurzfühlerschrecke und lebt auf kurzen, trockenwarmen Magerrasen mit offenen Bodenstellen. Die Männchen sind 2,2 bis 3 cm groß, die Weibchen 2,9 bis 4,2 cm.

Am Kopf sitzen zwei große Facettenaugen und drei unauffällige Einzelaugen.

Heuschrecken können mit ihren Fresswerkzeugen beißen und kauen.

Heuschrecken haben – ähnlich wie Menschen – Trommelfelle zum Hören. Sie tragen diese an der Körperseite oder an den Vorderbeinen.

Heuschrecken springen, indem sie das Hinterbeingelenk strecken. Dazu nützen sie Muskelkraft oder verformen ihr Außenskelett wie eine Sprungfeder.

Die größten Weibchen der Großen Höckerschrecke werden 4,2 cm grß. – und damit doppelt so gro. wie die kleinsten Männchen.

Vom Ei zur Heuschrecke

Im Frühjahr werben die kleineren Männchen mit lautem Zirpen um die Partnerinnen, indem sie ihre Beine oder Flügel aneinanderreiben. Das Weibchen legt ein paar hundert Eier, die sie mit ihrem Legebohrer (Langfühlerschrecken) oder mit ihrem Hinterleib (Kurzfühlerschrecken) im Boden, in den St.ngeln von Pflanzen oder in die Rinde von Bäumen platziert. Erst nach ein bis fünf Jahren schlüpfen kleine Heuschrecken – noch ohne Flügel. Beim Erwachsenwerden häuten sich die Tiere mehrmals, verpuppen sich aber nicht.

Quelle: Peter Detzel, Die Heuschrecken Baden- Württembergs, 1998 (verändert).

Familie

Acrididae, Feldheuschrecken

Gattung

Arcyptera

Verbreitung

Von den 28.000 Heuschreckenarten weltweit leben in Österreich nur 0,5 Prozent, nämlich 64 Lang- und 76 Kurzfühlerschreckenarten. Eine dieser Arten ist die Große Höckerschrecke, von der ein Drittel aller Exemplare in Westtirol vorkommt. Einzelne Exemplare wurden auf bis zu 2.208 Meter Meereshöhe gefunden. Die meisten leben auf 1.000 bis 1.600 Metern.

Sprungkünstler

Heuschrecken springen bis zu 1 Meter weit. Um gleichzuziehen, müsste ein Mensch – in Relation zur Körpergröße – ein ganzes Fußballfeld überspringen.